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Mit "mother of pearl" liefert das Jazztrio complete eve Jazzstandards aus dem American Songbook in minimalistischen Gewand.
Perlen bestechen durch ihre natürliche Schönheit, sie müssen weder industriell abgebaut noch geschliffen werden. Sie brauchen aber die Berührung des Menschen, um ihren Glanz zu behalten.
Complete eve setzt mit fast schwerelosen Arrangements auf die Schönheit des Klangs und der Songs, die so ganz und gar nicht mehr nach Standard klingen wollen. Jedes Stück ist eine Miniatur. Die Wirkung
der Songs beruht auf dem Können der Musiker, die den Freiraum der Arrangements zu schätzen wissen. Die Songs klingen originell bis exzentrisch (you and the night), gefühlvoll bis sentimental - aber
nie ganz ohne Ironie - (autumn leaves), mal esoterisch und sehnsuchtsvoll (you'd be so nice), mal nüchtern, mal hintergründig (besame mucho) und immer stilsicher.
Das Trio scheut keine
Berührungsängste: Immer im Jazz verwurzelt, werden doch gern Zitate gebracht oder Ausflüge in World, Latino, die Klassik oder den Orient unternommen. In vielerlei Hinsicht bildet "ay luna" die
Ausnahme auf der neuen CD mother of pearl: Der Tango wurde von Eva Weis geschrieben und gemeinsam mit der Jazzformation Zartbitter eingespielt. Klarinette, Akkordeon und Schlagzeug sprengen hier den
strengen Rahmen, den sich das Trio complete eve sonst gesetzt hat. Zu dem Song wird zusätzlich eine DVD mit dem Titel "ay luna" veröffentlicht.
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